Musikerziehung nach den Grundlagen der Waldorfpädagogik

۞ Entwicklung in Siebenjahresschritten
۞
Tätigkeit mit Herz und Hand
۞
Ganzheitliches Wahrnehmen
۞
Gespür für kindliche Entwicklungsphasen
۞
Unterrichtsgestaltung gemäß seelischer Entwicklung

Die Waldorfpädagogik basiert auf einer individuellen Erziehung des Kindes, die sich aufgrund der im Siebenjahresrhythmus fortschreitenden Entwicklung der menschlichen Seele auf eine auf das jeweilige Lebensalter abgestimmte Betreuungsabsicht hin arbeitet.
Nach der von Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Pädagogik wird jeder Lebensabschnitt des Menschen seiner seelischen Reife nach berücksichtigt.
In der Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen steht das Erlernen von Fähigkeiten für das Kind an erster Stelle. Die reine Wissensvermittlung erfolgt immer danach.
Das „Tun“ mit Herz und Hand ist der entscheidende Weg, der das Kind in allen seinen seelischen und körperlichen Möglichkeiten anspricht.
Die ganzheitliche Wahrnehmung hat den Vorrang vor einem Erlernen, das nur auf Kopftätigkeit beruht, das heißt, dass die Tätigkeit mit allen Sinnen an erster Stelle gefördert wird.
Meine Arbeit und Absicht ist es, mit feinem Gespür die Entwicklungsphasen des Kindes und die Veränderungen in seiner seelischen Entwicklung zu erkennen und gemäß der kindlichen Erwartung den Unterricht zu gestalten.

 

in Musik
17. 05. 18
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Ohne Theorie keine vernünftige Praxis

۞ Ohne Voraussetzungen.
۞
Grundwissen verstehen.
۞
Vorhandenes Wissen vertiefen.

Theorie pur begreifen, oder begleitend zum Instrumentalunterricht musikalische Grundbildung lernen.
Ohne musikalische Voraussetzungen zu arbeiten und theoretische Grundlagen zu verstehen ist möglich.

Gemeinsam Wege finden, um komplizierte Strukturen zu begreifen und manchmal auch Brücken aus verschiedenen Wissensgebieten zur Musiktheorie zu bauen, um Begreifen zu ermöglichen.
Verschiedene Erklärungsarten zur Erhellung eines musikalischen Begriffs sind denkbar.
Im Idealfall kann man versuchen auf praktischem Wege theoretische Fragen zu erläutern, d.h. zu singen oder zu hören, um dann Begriffe und Abläufe am Beispiel zu beschreiben.

Knapp formuliert gliedert sich der Ablauf in:

1. Musik erleben (Hören, Singen)
2. Musik beschreiben (Ausdruck geben)
3. Musik begreifen (Begriffe lernen)

 

Kinder früh an musikalische Erlebnisse heranzuführen . . .

das ist der Sinn der musikalischen Früherziehung.

Nicht nur die außergewöhnliche Aufnahmefähigkeit der Kleinkinder, sondern auch die musikalische Zukunft des Kindes spielen eine Rolle bei der Früherziehung.

Die Anlagen für eine spätere – wie auch immer gewünschte – Musikausbildung werden in dieser Phase gelegt und die Selbstverständlichkeit des Musikunterrichts wird erlebt. Die Offenheit und Ungezwungenheit mit der Kinder an die Musik herangehen, wird in den späteren Jahren nur mit viel Glück zu erreichen sein. Oftmals gibt es in der Jugend keine zweite Chance für die Musik.

Ab vier Jahren beginne ich mit der musikalischen Früherziehung im Einzelunterricht auf der Basis der Märchenpädagogik, durch die eine Spielatmosphäre geschaffen wird, in der das Kind frei und ungezwungen im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten Musik machen kann.

Beim Musikmachen wird dann alles verwendet was das Kind schnell und einfach, aber mit klarer Zielsetzung, zum Musizieren nutzen kann.

Schlagwerk, Flöte, Klavier, Singen, Klatschen, Stampfen, Geräusche, Töne, Klänge, Laute.

Alles, was zum musikalischen Leben dazugehört wird benutzt, da das Kind aus allem etwas machen kann.

Ist der Moment günstig, lässt sich spielerisch eine Aufgabe stellen um für Minuten Musik konkret werden zu lassen, und dann wieder ins Spielerische einzutauchen.

 

in Musik
17. 05. 18
posted by: Super User
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Musik ist nicht nur Noten und Töne

۞ Jede musikalische Äußerung basiert auf Bewegung.
۞ Melodien singend erleben.
۞ Rhythmus tanzend erleben.
۞ Ungehörtes hörend entdecken.
۞ Für jedes Unterrichtsgebiet

Das Kind kann sich nicht dauerhaft in instrumentales Musizieren vertiefen, aus dem Grund werden kurze Phasen aus den oben genannten Bereichen auch im Klavierunterricht angewendet, um Musik in allen Facetten zu erleben.
Durch die Abwechslung entsteht Kurzweiligkeit, die wieder Kraft und Konzentration für den nächsten Übungsabschnitt erweckt.
Die Absicht ein Gleichgewicht von Kopftätigkeit und Sinnestätigkeit beim Kind zu veranlagen spielt dabei eine große Rolle.
Im besten Fall kann das Kind eine Art „Bewegungsintelligenz“ entwickeln, die in idealer Weise nur in der Kindheit erlangt werden kann.

 

Märchenpädagogik ist nix für Erwachsene

۞ Ab vier Jahren
۞ Bestandteil der Früherziehung
۞ Musik erleben im Spiel
۞ Selbstbewusstsein erhalten oder ausbauen
۞ Ungezwungenen Umgang mit Musik erleben

Kinder wollen spielen. Im Säuglingsalter erobert und erforscht der Mensch spielerisch die Welt durch stetiges Wiederholen bestimmter Handlungen, um Erlebnisse mit Dingen und Menschen zu erfahren.
Ohne Zwang und Ziel wird die Welt erschlossen.

Um das Kind nicht zu früh einer auf Wissenskonsum ausgerichteten Bildung auszusetzen, kann es in seiner Welt spielend Dinge lernen und Erfahrungen machen, die nicht streng zielgerichtet sind, aber dennoch zu einer vorzeigbaren Entwicklung führen.
Die Balance von Wissen und Bildung, die zum richtigen Zeitpunkt, der kindlichen Entwicklung angemessen, erreicht werden soll, ist entscheidend.
In der Märchenpädagogik spielt das Kind als Indianer, Ritter oder Prinzessin eine Rolle, in der die persönlichen Möglichkeiten angstfrei und in eigener Bestimmung eingesetzt werden können.
Das heißt, Aufgaben die im Spiel gestellt werden, löst das Kind in seiner Rolle, in der es mutiger und „fehlerresistenter“ handeln kann.

 

 

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